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Sperre gegen Hochwasser

Schmunzeln muss der Leiter des Abwasserwerks bei der Frage, wo denn das Wasser des Honigbachs durch die Sperre kommt. "Das kann man so nicht sehen, der Durchlass der Wehranlage liegt unterhalb des Wasserspiegels", deutet Rolf Hackling auf die neue Anlage. Sie ist nahe der Bischofsmühle eingebaut worden, da wo der Honigbach einen zweiten Arm als Hornebach bekommt. Hackling: "Damit sind die Hochwasserschutz-Maßnahmen in diesem Bereich der Stadt abgeschlossen." Das heißt, nach den Berechnungen der Experten funktioniert der Hochwasserschutz bis zu einem sogenannten 100-jährigen Regenereignis. Erst bei ganz seltenen, sintflutartigen Niederschlägen soll es demnach passieren, dass Honig- und Hornebach über die Ufer treten.

Doch Hackling macht keinen Hehl daraus, dass sich die Rahmenbedingungen angesichts des Klimawandels ändern könnten. Im Hinblick auf die aktuellen Vorschriften und Berechnungsgrundlagen jedenfalls gelte, dass die Stadt in dem Bereich hochwassersicher sei. "Das war auch finanziell gesehen ein großer Kraftakt", so Hackling. 2,2 Millionen Euro habe die Stadt seit 2004 in den Hochwasserschutz investiert. Davon flossen 200 000 Euro in die neue Wehranlage einige 100 Meter oberhalb der Bischofsmühle. Vier Betonpfähle halten die Sperre, die vom Bach unterströmt wird. "So wird verhindert, dass sich Treibgut vor der Anlage sammelt und sich dadurch das Wasser staut", erklärt Hackling. Durch das automatisch funktionierende Bauwerk wird erreicht, dass genau so viel Wasser in den Honigbach gelangt, wie der gerade noch schlucken kann. Der Rest fließt durch den Hornebach ab. Den größten Schwung des Wassers fängt ohnehin weit oberhalb des Bachs ein Rückhaltebecken ab, das gefahrlos voll laufen kann, ohne Überschwemmungen anzurichten.

Nun warten noch zwei größere Hochwasserschutz-Projekte im Süden der Stadt. Bereits in diesem Jahr wird mit dem Bau des Rückhaltebeckens Kalksbecker Bach begonnen, das den Tüskenbach entlastet. Dann wird in Lette noch untersucht, was am Bühlbach getan werden muss. Hackling: "Erfreulich ist, dass wir bereits wissen, dass sich dort die Situation durch den Bau der Umgehungsstraße nicht verschlechtert hat."

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