Logo Abwasserwerk

Abwasserwerk
der Stadt Coesfeld

Logo Stadt Coesfeld

Hochwasserschutz fast komplett
Im kommenden Jahr Bau des Rckhalte-Beckens am Kalksbecker Bach

Direkt neben der Bundesstrae B 525 entsteht das Rckhaltebecken Kalksbecker Bach (siehe Markierung X), das im kommenden Jahr gebaut werden soll. Rolf Hackling, Leiter des Abwasserwerks, an der Wehranlage Bischofsmhle, die in diesem Jahr modernisiert wurde und dem Hochwasserschutz im Bereich des Honigbachs dient.

Von Uwe Goerlich Coesfeld. Der Hochwasserschutz soll Ende kommenden Jahres im gesamten Stadtgebiet nahezu komplett sein. Diesem Ziel dient das neue Regenwasser-Rckhaltebecken, das im Jahr 2009 am Kalksbecker Bach gebaut wird. Angesiedelt ist der Hochwasserschutz beim Abwasserwerk. Dessen Leiter, Rolf Hackling, erklrt, was im kommenden Jahr luft. "Wir bauen am Kalksbecker Bach ein Becken mit einem Fassungsvermgen von rund 8000 Kubikmetern." Es werde in etwa so gro sein wie das Rckhaltebecken, das einige hundert Meter entfernt am Tskenbach hinter Weiling entstanden ist.

Gerade der Tskenbach machte in den vergangenen Jahren immer wieder Kummer, weil er sein Bett verlie, wenn er nach intensiven Regenfllen stark angeschwollen war. Und so dient auch das weitere Rckhaltebecken am Kalksbecker Bach, fr das immerhin rund 500 000 Euro verbaut werden, seiner Entlastung. Rckhaltebecken sollen den ersten starken Wasserschwall der Bche abfedern, so dass sie sich vor den engen Durchlssen des Stadtgebiets (Rohre) nicht stauen und so zu berschwemmungen fhren.

Diese Durchlsse werden zudem regelmig durch Mitarbeiter des Abwasserwerks kontrolliert, damit sie sich nicht durch Treibgut zusetzen und auf diese Weise berschwemmungen verursachen, versichert Hackling. "Bei sehr starken Niederschlgen gibt es auch eine Bereitschaft, die zustzliche Kontrollfahrten durchfhrt", ergnzt der Leiter. Ganz ausschlieen knne man die Hochwassergefahr freilich nie, gibt Hackling zu bedenken.

Die Manahmen seien fr ein so genanntes "100-jhriges Regenereignis" ausgelegt. Dabei handele es sich umNiederschlge mit einer Intensitt, wie sie statistisch gesehen nur alle 100 Jahre einmal vorkmen. Dabei kann natrlich niemand ausschlieen, dass diese Sintflut schon morgen kommt. Die Hochwasserschutzbauten auf noch extremere Situationen hin auszurichten, sei vom finanziellen Aufwand nicht darstellbar. "Dafr gbe es auch gar keine Frderung des Landes, so wie jngst fr den Tskenbach in Hhe von 380 000 Euro", so Hackling. Innerhalb der nchsten zwei Jahre sind noch zwei Projekte im Zuge des Hochwasserschutz von Interesse.

Einmal geht es dabei um den unteren Bereich des Tskenbachs, westlich der Dlmener Strae und der Bahngleise. Auerdemkommendie Pegelwerte der Berkel noch einmal fr den Bereich Stadtpark/ Galgenhgel unter die Lupe. "Anhand von Computersimulationen wird dann errechnet, wie gro die Gefahr von Hochwasser dort einzuschtzen ist", sagt Hackling.

Doch selbst wenn man sich im besten Falle Ende 2010 ob des Hochwasserschutzes endlich bequem zurcklehnen knnte, wird wohl keine endgltige Entwarnung zu geben sein. Dafr wird der Klimawandel sorgen, der auf Dauer strkere Niederschlge mit sich bringt. "Das Thema wird uns weiter beschftigen", ist sich daher auch Hackling sicher. platzieren.

... zurück